Der Kontroll‑Freak und ich
März 2026
Der Kontroll‑Freak und ich, ein Gespräch am Küchentisch
Heute Morgen saß ich mit meinem inneren Kontroll‑Freak am Küchentisch.
Er war, wie immer, überpünktlich.
Er hatte Listen dabei.
Und Sorgen.
Und eine Stirn, die aussah wie ein Kalender voller Deadlines.
„Wir müssen reden“, sagte er.
Ich nickte.
„Ich weiß.“
Er setzte sich, ordnete seine unsichtbaren Unterlagen und begann aufzuzählen:
Was ich tun sollte.
Was ich vermeiden sollte.
Was ich besser planen müsste.
Was ich auf keinen Fall vergessen darf.
Ich hörte zu.
Nicht, um ihm recht zu geben.
Sondern um ihn zu sehen.
„Du bist müde“, sagte ich irgendwann.
Er schaute weg.
„Ich darf nicht müde sein.“
„Doch“, sagte ich. „Du darfst. Du hast mich so lange getragen.“
Er schwieg.
Und in diesem Schweigen lag eine Wahrheit, die ich lange überhört hatte:
Er war nie mein Gegner.
Er war mein Beschützer.
Mein Wächter.
Mein überforderter Dirigent.
„Was brauchst du?“, fragte ich.
Er sah mich an, und zum ersten Mal seit Jahren war da kein Druck in seinem Blick.
Nur Erleichterung.
„Dass du mich nicht mehr alleine lässt“, sagte er.
Manchmal braucht ein Anteil nicht, dass wir ihn verändern.
Er braucht nur, dass wir uns zu ihm setzen.
Mit Tee.
Mit Zeit.
Mit Liebe.
Danke, dass Du dein kostbares Gut, deine Zeit, für diese Beiträge genommen hast. Ich wünsche dir weiterhin ein spannende Heldinnen Reise.
Vom Überleben als Sandkorn im Getriebe zum strahlenden Diamanten. Du bist einzigartig.
Danke, dass Du diesen Beitrag gelesen hast.
Danke für dein da-sein.
In Liebe,
Deine Adi-Magalie