Die Kunst, nicht perfekt zu sein
Juli 2026
Die Kunst, nicht perfekt zu sein: Freiheit in der Unvollkommenheit
Perfektion war lange mein Schutz.
Ein glänzender Schild,
den ich vor mich hielt,
damit niemand sah,
wie verletzlich ich wirklich war.
Ich dachte, Perfektion würde mich sicher machen.
Unangreifbar.
Unantastbar.
Unverwundbar.
Doch Perfektion ist ein Käfig.
Ein goldener, aber ein Käfig.
Er lässt keinen Fehler zu.
Keine Pause.
Keine Müdigkeit.
Keine Menschlichkeit.
Er lässt auch keine Nähe zu.
Denn Nähe entsteht nicht dort,
wo wir perfekt sind.
Sondern dort,
wo wir echt sind.
Ich habe lange gebraucht,
um zu verstehen,
dass Perfektion nicht schützt.
Sie trennt.
Sie trennt mich von mir selbst.
Von anderen.
Vom Leben.
Heute übe ich mich in Unperfektion.
Nicht, weil ich es muss.
Sondern weil ich frei sein will.
Ich übe mich darin,
Fehler zu machen.
Zu stolpern.
Zu lachen, wenn etwas schiefgeht.
Zu weinen, wenn etwas wehtut.
Zu sagen:
„Ich weiß es nicht.“
„Ich kann nicht mehr.“
„Ich brauche Hilfe.“
Unperfektion ist kein Mangel.
Unperfektion ist ein Tor.
Ein Tor zu Nähe.
Zu Weichheit.
Zu Wahrheit.
Und vielleicht ist das die wahre Kunst:
Nicht perfekt zu sein.
Sondern ganz.
Danke, dass Du dein kostbares Gut, deine Zeit, für diese Beiträge genommen hast. Ich wünsche dir weiterhin ein spannende Heldinnen Reise.
Vom Überleben als Sandkorn im Getriebe zum strahlenden Diamanten. Du bist einzigartig.
Danke, dass Du diesen Beitrag gelesen hast.
Danke für dein da-sein.
In Liebe,
Deine Adi-Magalie